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10.08.17

Getreideernte 2017 - Starke Juliniederschläge bewirken schwankende Erträge

Ein Großteil der Getreideernte ist im Celler Land bereits abgeschlossen. Das Ergebnis: mannshohe Strohballen auf den Feldern. Den Landwirten dienen die Ballen vorwiegend als Einstreu und Futter für die Tiere – eine praktische Lösung trotz des hohen Gewichts.

Man kann sie schon von weitem auf den Feldern erkennen. Mal rund, mal eckig liegen sie da: Strohballen. Gerade werden es immer mehr. Denn es ist Erntezeit für Getreide wie Weizen und Hafer. „Etwa 80 Prozent der Ernte ist abgeschlossen“, sagt Martin Albers, Geschäftsführer des Landvolks Celle.

Sonnenaufgang am Flettmarscher Weg. Ruhe vor der Erntezeit.
Jeder halbwegs sonnige Tag wird für den Ernteeinsatz am Flettmarschen Weg genutzt.

Rundballen verschönern das Landschaftsbild

Rundballenernte an der Hohnhorster Straße.

Der Hohner Landwirt Christoph Düvel hat am Mittwoch den letzten Teil der Ernte eingeholt. Bei der Sommerbraugerste geht er davon aus, dass die Ernte etwa zehn Prozent unter dem Vorjahr liegt. „Auch beim Weizen, Triticale und Roggen schwanken die Mengen sehr stark“, sagt der stellvertretende Landvolk-Vorsitzende. „Die Qualitäten schwanken ziemlich.“

Der Grund sind die starken Niederschläge im Juli. „Die Ernte ist reif und man kann nicht ernten“, sagt Düvel. Viele Stellen seien auch jetzt noch schwer befahrbar gewesen. „Ein Nachbar hat sogar einen Mähdrescher mit Raupenfahrwerk benutzt.“

Was der auf dem Feld hinterlässt, ist das Stroh. Das bleibt oft nicht einfach liegen. Maschinen pressen es zu Ballen, die je nach Einstellung einen Durchmesser bis zu 1,80 Meter haben. Je nach Feuchtigkeit wiegt so ein Strohballen dann um die 350 Kilogramm. Der Preis liegt ab Hof ungefähr zwischen 25 und 30 Euro. "Das Handeln ist aber nicht das Anliegen der meisten Landwirte“, sagt Düvel. Vielmehr werde das Stroh als Einstreu benutzt, teilweise auch verfüttert. Auf einem Bauernhof, auf dem viele Rinder oder andere Tiere leben, wird zum Beispiel viel Stroh gebraucht. Deshalb sind für diese Landwirte die großen runden Ballen praktischer, obwohl sie so schwer sind, dass nur Maschinen sie heben können.

„Das hat arbeitswirtschaftliche Gründe“, erklärt Düvel, „die Ballen können so besser auf die Transportfahrzeuge geladen und in den Scheunen gelagert werden.“ Ein weiterer Vorteil sei, dass die Strohrundballen, um die ein Netz gespannt werden, dem Regen standhalten könnten. „Sie können somit länger draußen bleiben“, sagt der Landwirt. So sorgen sie derzeit für ein schönes Bild in der Landschaft.

Textquelle: CZ, 10.08.2017

Bildquelle: Redaktion HP Gemeinde Hohne

Getreideernte am Nordburger Weg mit drei Mähdreschern.