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10.02.18

Projekt "Wohnen im Alter" für Hohne in greifbarer Nähe

Bürgermeisterin Christa Harms
(Photo: Oliver Knoblich)

Ob ein Gewerbegebiet, Wohnraum oder eine Senioreneinrichtung: Hohne hat in diesem Jahr gleich mehrere Bauvorhaben. Die an das Gewerbegebiet angrenzende Photovoltaik-Firma plant, sich zu erweitern. „Dementsprechend ist dann das ganze Gewerbegebiet komplett verplant“, erklärt Hohnes Bürgermeisterin Christa Harms. Die Gemeinde plane daher, ein neues Gewerbegebiet zu eröffnen, und sei mit möglichen Grundstückseigentümern bereits in Gesprächen.

Auch im Baugebiet „Altes Hohes Feld“ ist bis auf zwei Plätze alles verbaut. „Eine Option wäre, das Gebiet mit einem zweiten Bauabschnitt zu erweitern“, so Harms. Die Verhandlungen laufen bereits, es sei vor allem eine Frage des Preises. Falls es zu keiner Einigung kommen sollte, hat die Gemeinde bereits eine mögliche Alternative.

Seit vier Jahren plant Hohne das Projekt „Wohnen im Alter“. Nun ist ein großer Schritt in die richtige Richtung in Sicht. „Momentan gibt es einige Senioren, die eigentlich gerne auch im hohen Alter in Hohne bleiben möchten“, erzählt Harms. Allerdings seien deren Häuser zu groß und es gebe keine passende Senioreneinrichtung in der Gemeinde. Daher habe man mehrere Optionen erörtert und mögliche Grundstücke für eine Einrichtung mit etwa acht Wohnungen und einem Bürgerbüro besichtigt. „Doch die Gemeinde hat zu wenig Geld und nur mit Fördermitteln ist das Projekt nicht zu realisieren“, so die Bürgermeisterin.

Nun gibt es eine Investorin aus Hohne, die sich für das Projekt interessiert. Die Frau bräuchte nicht einmal die Fördergelder, im Gegenteil. „Sie hat gesagt, dass sie die Mittel nicht möchte, weil sonst die Einrichtung immer projektgebunden bliebe“, erklärt Harms. Die Gemeinde ist weiterhin mit der Investorin in Verhandlungen und hat bereits eine Bauanfrage an den Landkreis Celle gestellt. „Wir sind insgesamt auf einem ganz tollen Kurs und sehr optimistisch, dass das vorangeht“, freut sich die Bürgermeisterin.

Außerdem ist ein Pächter-Wechsel im Gasthaus Hohne geplant. Die Gemeinde hat den Pachtvertrag mit dem bisherigen Gastwirt aufgelöst, nun wird sich ein potenzieller Pächter das Haus ansehen. „Wir freuen uns, dass es hoffentlich bald im Gasthaus weitergeht und es auch in gastronomischer Hand bleiben soll“, so Harms.

Das Thema Straßenausbaubeiträge ist auch in Hohne ein beherrschendes Thema. „Wir machen uns schon lange Gedanken, aber haben noch nichts entschieden. Winsen hat da schon ganz gut vorgelegt“, sagt Harms mit Blick auf die Westkreis-Gemeinde, die sich für eine Grundsteuer-Finanzierung ausgesprochen hat. Ihrer Meinung nach kann man die Sanierung der Straßen nicht mithilfe der Grundsteuer finanzieren, da das Geld nicht zweckgebunden werden kann. Am Donnerstag hat sich die Gemeinde im Rahmen einer Informationsveranstaltung von einem Rechtsanwalt beraten lassen. (als)

(Bericht Cellesche Zeitung vom 10.02.2018)