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2.03.18

Träume werden wahr - Pächterwechsel im Gasthaus Hohne: Familienbetrieb übernimmt das Ruder

Steven und Jessica Anderer haben schon einen Namen für das neue Gasthaus: „Anderer‘s Gasthaus und Hotel“ (Bild: David Borghoff)
(Bild: David Borghoff)

Bücher mit Wandfarben und Muster für Holzböden liegen verteilt auf dem Boden des Saales. Eine eingerissene Wand erlaubt den Blick auf den dahinter befindlichen Gastraum nebst Theke. Zahlreiche Arbeitsgeräte zieren die Tische. Im Hohner Gasthaus laufen nach einem Pächterwechsel die Sanierungsarbeiten auf Hochtouren. Der Spechtshorner Steven Anderer hat das Geschäft übernommen. Am 29. März wird eröffnet.

„Der Boden wird neu gemacht, die Wände bekommen eine andere Farbe und neue Möbel stellen wir in das Gasthaus auch rein“, zählt Steven Anderer die Veränderungen auf. Saal und Restaurant werden mit einer Schiebetür getrennt, sodass bei größeren Veranstaltungen über 100 Leute Platz finden. Auch die anderen Räume und Hotelzimmer bekommen eine Generalüberholung.

Der Umbau findet zum größten Teil in Eigenregie statt. Ob seine Frau, sein Vater, seine Brüder, seine Schwägerin oder die Familie seiner Frau: Jeder aus der Familie packt mit an. „Wir sind ein echter Familienbetrieb“, so der 32-Jährige. Er und seine Frau Jessica sind die Geschäftsführer. Während seine Brüder ab Ende März die Rolle des Küchenchefs und des Hausmeisters übernehmen, kümmert sich seine Schwägerin um die Serviceleitung. Fast alle haben ihren Job für ihre neue Arbeit gekündigt.

Trotz des hohen Risikos gab es für Familie Anderer kein Zögern, als sich die Gelegenheit bot, das Gebäude zu pachten. Eigentlich hatte Steven Anderer schon 2015, als ein neuer Pächter gesucht wurde, mit dem Gasthaus geliebäugelt. Doch ein anderer Interessent machte das Rennen, dem die Gemeinde Anfang dieses Jahres nun kündigte. „Wir waren mit der Pflege und der Führung unzufrieden“, sagt Bürgermeisterin Christa Harms. Mit Anderer als neuem Pächter ist sie nun mehr als zufrieden. „Er hat ein tolles Konzept, ist voller Elan und gar nicht zu bremsen.“

Von Anfang an arbeiteten Gemeinde und Anderer Hand in Hand, sodass die Entscheidung für den Familienvater umso leichter fiel. „Hiermit verwirklichen wir unseren Traum“, sagt Steven Anderer. Er kann es kaum erwarten, wieder Fußballcamps, Kegelvereine und Hotelgäste zu beherbergen und die Gäste mit seiner regionalen und saisonalen Küche zu überzeugen. „Wir hoffen, dass wir jetzt einen guten Start haben. Momentan sind wir wunschlos glücklich.“

(Bericht Cellesche Zeitung vom 2.03.2018 / Fotos: David Borghoff )