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11.09.18

40 Jahre: Mädchenkompanie Hohne feiert 40-jähriges Bestehen

Dämmerschoppen lockt Gäste von Nah und Fern

Mädchenkompanie Hohne 2018
Geschmückte Strohpuppen kündigten die Veranstaltung an
Festzeltstimmung
Oberst Rabea Schulze begrüßt die Gäste und spricht diverse Dankesworte aus
Das Komitee hat ganze Arbeit geleistet
Die Original Fulauer Blasmusikanten
Stärkung gab es vor dem Festzelt
Gefeiert wurde auch auf Tischen und Stühlen
Die Jungs von HBz brachten das Zelt zum Beben
Volle Tanzfläche bis in die frühen Morgenstunden

Ein Festzelt im Knickbusch, viele uniformierte Personen, Musik bis tief in die Nacht und eine Frage: Ist denn schon wieder Schützenfest? Keine Sorge, das Hohner Schützenfest findet nach wie vor im Frühling statt – Anlass war die große Jubiläumsfeier zum 40-jährigen Bestehen der Mädchenkompanie Hohne.

Rund 25 Jungschützenkompanien sind der Einladung zum Dämmerschoppen gefolgt. Die Original Fulauer Blasmusikanten sorgten für ordentlich Stimmung und Mädchenkompanie-Oberst Rabea Schulze freute sich besonders über die Anwesenheit der ehemaligen Mitglieder, ohne die es die Mädchenkompanie Hohne in der heutigen Form so nicht geben würde. Ein großes Dankeschön ging an die Schützengilde Hohne, die den Festplatz zur Verfügung stellte und insbesondere an den Vorsitzenden Arnd Bönisch, der bei den Vorbereitungen immer mit Rat und Tat zur Seite stand 

Gegen 21 Uhr kam es zu einem musikalischen Stilbruch. Die zünftige Blasmusik wurde von elektronischer Tanzmusik abgelöst. Sofort war die Tanzfläche voll und das DJ-Team von HBz schaffte es bis in die frühen Morgenstunden die knapp 700 Gäste zu unterhalten.

Das Jubiläumsjahr fand am Samstag seinen Höhepunkt. Die Planungen dafür dauerten fast ein Jahr an. Zwei Wochen vorher kündigten zwei geschmückte Strohpuppen die Veranstaltung an. Anfang September trafen sich rund 45 aktive und ehemalige Mädchenkompaniemitglieder zu einem gemeinsamen Übungsabend, um das Liederrepertoire aufzufrischen und in Erinnerungen zu schwelgen.

Zur Geschichte der Mädchenkompanie Hohne

Als sich vor vierzig Jahren eine Handvoll junger Hohnerinnen zusammen tat, um eine in der Schützengilde Hohne den Jungschützen gleichgestellte Gruppe ins Leben zu rufen, war das in der damaligen Zeit eine Sensation. Und doch passte die Gründung der Mädchenkompanie Hohne im Jahr 1978 in eine Zeit, die von revolutionären Geschehnissen, wie der Punk-Bewegung und der Veröffentlichung der feministischen Zeitschrift „Emma“, geprägt war. Mit der Zeit schlossen sich immer mehr begeisterte junge, mindestens konfirmierte, Mädchen der Gruppe an. Eine Kleiderordnung wurde festgelegt, die sowohl an den Exerzierabenden und am Schützenfest erkennen ließ, wer ein Mädchenkompaniemitglied ist und auch heute noch Bestand hat. Waren die ersten Treffen noch ziemlich chaotisch, so kam nach und nach Struktur in die Gruppe und es entwickelten sich Traditionen, die auch im Jahr 2018 noch gelebt werden.
Das Kränzebinden beim Schützenkönig gehört seit der Gründung zum festen Aufgabenrepertoire der Hohner Mädchenkompanie und Jungschützen und ist eine beliebte Auftaktveranstaltung zum jährlich stattfindenden Schützenfest. Ob Rutscheputzen im Waldschwimmbad, Unterstützung bei Seniorennachmittagen, Mitorganisation des Kinderschützenfestes oder beim Dorfputz – wenn es in Hohne etwas anzupacken gilt, ist die Mädchenkompanie tatkräftig dabei. Auch als Stimmungsmacher ist die mittlerweile 40-köpfige Gruppe in der Umgebung bekannt und ein gern gesehener Gast. Gründungsmitglied Uta Schulze-Bendewald blickt auf die vier Jahrzehnte zurück: „Ich finde es toll, wie sich die Mädchenkompanie über die lange Zeit entwickelt hat und dass die Tradition bis heute mit so viel Herzblut und Engagement weitergeführt wird.“